Vom 24. bis 26. Februar 2026 stand für die gesamte 9. Jahrgangsstufe der Herzog-Ludwig-Realschule
Altötting ein besonderes Training auf dem Stundenplan: In Vorbereitung auf die anstehende
Projektpräsentation nahmen die Schülerinnen und Schüler an einem intensiven Rhetorik- und
Präsentationsseminar teil. Durchgeführt wurde das Training vom 360 Kompetenzteam, das seit
vielen Jahren Schulen bei der Entwicklung von Kommunikations- und Präsentationskompetenzen
unterstützt.
Damit alle Teilnehmer möglichst viel praktische Erfahrung sammeln konnten, wurde das Seminar in
Kleingruppen mit maximal 15 Schülerinnen und Schülern organisiert. So blieb genügend Raum für
individuelles Feedback, praktische Übungen und persönliche Entwicklung.
Mehr als nur Worte – wie Kommunikation wirklich wirkt
Gleich zu Beginn wurde den Jugendlichen deutlich, dass erfolgreiche Präsentationen weit mehr
umfassen als das gesprochene Wort. Im Mittelpunkt stand dabei die Wirkung von Körpersprache,
Stimme und Blickkontakt. Die Teilnehmenden lernten, dass überzeugende Kommunikation zu einem
großen Teil über nonverbale Signale entsteht.
Ein zentrales Werkzeug aus dem Seminar war das sogenannte SLASH-Prinzip:
Stand, Lächeln, Augen, Stimme und Hände. Diese fünf Elemente bilden die Grundlage für einen
souveränen Auftritt vor Publikum. In kurzen Präsentationsübungen konnten die Schülerinnen und
Schüler sofort ausprobieren, wie kleine Veränderungen in Haltung oder Stimme ihre Wirkung deutlich
verbessern können.
Mit Struktur und starken Einstiegen überzeugen
Neben Körpersprache spielte auch der Aufbau einer Präsentation eine wichtige Rolle. Die
Jugendlichen arbeiteten daran, spannende Einstiege zu entwickeln, das Publikum aktiv
einzubeziehen und einen klaren roten Faden zu schaffen.
Besonders hilfreich erwies sich dabei die sogenannte AAA-Methode für den Beginn einer
Präsentation:
- Aufmerksamkeit erzeugen,
- Aktivierung des Publikums,
- Aha-Moment schaffen.
Durch Beispiele, kurze Geschichten oder überraschende Fragen wurde den Schülerinnen und
Schülern gezeigt, wie ein Vortrag sofort Interesse wecken kann.
Souverän mit Lampenfieber umgehen
Ein Thema, das viele Jugendliche vor Präsentationen beschäftigt, ist Lampenfieber. Auch hier
erhielten die Teilnehmer praktische Strategien: von mentaler Vorbereitung über Atemtechniken bis
hin zu kleinen Routinen, die Sicherheit geben. Ziel war es, Nervosität nicht als Hindernis, sondern als
Energie für einen überzeugenden Auftritt zu nutzen.
In mehreren Kurzpräsentationen konnten die Schülerinnen und Schüler ihre neuen Fähigkeiten direkt
anwenden. Anschließend erhielten sie konstruktives Feedback, das nach klaren Regeln formuliert
wurde – wertschätzend, konkret und hilfreich für die nächste Präsentation.
Wichtige Kompetenz für Schule und Beruf
Die Fähigkeit, Inhalte verständlich zu präsentieren und Menschen zu überzeugen, gehört heute zu
den zentralen Schlüsselkompetenzen – sowohl im schulischen Kontext als auch im späteren
Berufsleben. Mit dem Rhetoriktraining erhalten die Schülerinnen und Schüler der Herzog-LudwigRealschule Altötting deshalb nicht nur Unterstützung für ihre Projektpräsentation, sondern auch
wertvolle Fähigkeiten für ihren weiteren Weg.
Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren entsprechend positiv. Viele
berichteten, dass sie sich nach dem Training deutlich sicherer fühlen, vor anderen zu sprechen und
ihre Ideen überzeugend zu präsentieren.
Mit Formaten wie diesem zeigt die Schule einmal mehr, wie wichtig es ist, neben fachlichem Wissen
auch Persönlichkeits- und Kommunikationskompetenzen gezielt zu fördern – Fähigkeiten, die weit
über den Unterricht hinaus von Bedeutung sind.
Alois Aigner

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